ÜBER MICH
ARTIST STATEMENT
Ich arbeite mit Müll, den ich an Stränden und im öffentlichen Raum finde. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, was unser Konsum in der Umwelt hinterlässt und was das über unseren Umgang mit ihr erzählt.
Meine Arbeit beginnt mit dem Finden und genauen Hinsehen. Ich sammle und untersuche die Fundstücke, ordne, kombiniere und inszeniere sie und entwickle daraus meine Arbeiten. Dabei spielen auch die Veränderungen eine Rolle, die der Müll durch Wasser, Sonne und Natur erfährt.
Mich interessiert, wie Verlorenes und Weggeworfenes zum Zeugnis unserer Zeit wird. Ein Fundstück ist für mich nicht nur Material. Es erzählt etwas darüber, was wir produzieren, benutzen und zurücklassen – und darüber, wie lange diese Dinge bleiben, nachdem wir sie nicht mehr brauchen.
Wissen spielt dabei eine wichtige Rolle. Viele Formen der Plastikverschmutzung nehmen wir kaum wahr, weil wir eben nicht wissen, was wir vor uns haben oder welche Zusammenhänge dahinterstehen. Deshalb bewegt sich meine Arbeit an der Schnittstelle von Kunst, Wissen und Umweltbildung.
Ein weiterer Schwerpunkt sind partizipative Projekte, in die Beteiligte eigene Fundstücke einbringen oder an der Entstehung eines Kunstwerks mitwirken. So werden Menschen und Orte miteinander verbunden und zugleich wird deutlich, dass Plastikverschmutzung ein globales Problem ist.
Ich möchte mit meiner Kunst auf die Spuren aufmerksam machen, die unser Konsum in der Umwelt hinterlässt, Wissen vermitteln und dazu anregen, selbst aktiv zu werden. Denn Veränderung beginnt für mich mit Wahrnehmung – man sieht nur, was man weiß.
WIE ALLES BEGANN





